Von: RGML/Christian Büchel

Orgel-plus-Konzert mit Jürgen Natter und Bernhard Bär (Trompete)

Sonntag, 21. April 2024, 17 Uhr, evangelische Kirche Berneck


Jürgen Natter erhielt den ersten Unterricht in Orgel und Musiktheorie von Walfried Kraher, danach studierte er am Landeskonservatorium Feldkirch Orgel (Elisabeth Zawadke), Cembalo, Klavier und Dirigieren. Es folgte ein Konzertfachstudium in Orgel (Guy Bovet) und historischer Improvisation (Rudolf Lutz) an der Musikakademie Basel (Diplom 2006). Natter konzertiert als Solist/Kammermusiker an Orgel und Cembalo sowie als Dirigent und hat zahlreiche Werke ur- und erstaufgeführt. Höhepunkte waren das gesamte Synagogalwerk mit Orgel von Paul Dessau (drei UA - Theater Gera, 2009) und die UA der Orgelsinfonie für drei Organisten St. Florian von Michael Floredo (Brucknertage St. Florian, 2010). 2018 interpretierte er J.S. Bachs Goldberg-Variationen am Cembalo (Bad Pfäfers, CH). Die Kunst der freien Improvisation ist sein besonderer Schwerpunkt: Schon während des Studiums gewann er 2003 den Orgelimprovisationswettbewerb Laurentius von Schnifis (1. Preis und Publikumspreis). Seit 2008 hat er mit dem von ihm gegründeten Rheintaler Bach-Orchester zahlreiche Konzerte gegeben, 2011 rief er die Konzertreihe Altacher Orgelsoireen ins Leben, deren Spiritus rector er bis 2019 war. Im selben Zeitraum leitete er auch den Frauenchor Altstätten (CH), den von ihm 2015 begründeten Rheintaler Bach-Chor und den Kammerchor Lindau (D).

BAROCKE PRACHT

EN SUITE...

Bernhard Bär, Trompete

Jürgen Natter, Orgel

Beschreibung:

Barocke Pracht en suite... vereinigt sowohl virtuose als auch lyrische Höhepunkte des hochbarocken Repertoires für Trompete und Orgel. Es bildet damit zugleich Kern und Rahmen für Ausflüge ins Zeitgenössische: Einerseits durch die fulminanten, sehr zu Unrecht selten gespielten Variationen von Kamilló Lendvay (samt Thema – aber erst am Schluss...), andererseits bietet sich auch Raum für die Welt der freien Improvisation. Während das Werk von Lendvay eine Originalkomposition für diese prominente Besetzung ist, so handelt es sich bei den barocken Perlen durchwegs um gelungene Adaptionen, in denen die Klangpracht der Orgel dem eigentlich zugedachten Ensemblepart in nichts nachsteht - versprochen! A tout de suite...

Programm:

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Vier heroische Märsche für Trompete und Orgel (arr. M.-C. Alain):

Die Majestät – Die Anmut – Die Liebe – Die Fröhlichkeit

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Choral Schmücke dich, o liebe Seele BWV 654 (Orgel solo)

Choral Jesu bleibet meine Freude aus BWV 147 (arr. Bilgram)

Jürgen Natter (* 1981)

Ex improviso... Skizze I (Improvisation)

Kamilló Lendvay (1928-2016)

Variazioni con tema für Trompete und Orgel (1986)

Jürgen Natter

Ex improviso... Skizze II (Improvisation)

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

"Wassermusik" Suite D-Dur für Trompete und Orgel (arr. Tar/Natter):

Ouverture – Gigue – Aire – Bourrée – March

Bernhard Bär, Trompete
 
Bernhard Bär erhält den ersten Unterricht von seinem Vater auf dem Flügelhorn. Sein Trompetenstudium absolviert er am Landeskonservatorium Vorarlberg bei Lothar Hilbrand und an der Universität Mozarteum Salzburg bei Johann Gansch. Von 1999 bis 2003 ist Bernhard Bär Solotrompeter beim Brucknerorchester Linz, danach gibt er als Dozent für Trompete sein musikalisches Wissen an die Studierenden der Anton Bruckner Universität weiter.
 
Seit 2014 ist Bernhard Bär als freischaffender Musiker tätig. Das künstlerische Betätigungsfeld ist variabel und reicht vom Musizieren in der Familie über unterschiedliche Barock- und Blechbläserensembles bis zum Symphonieorchester. Erwähnenswert an dieser Stelle sind solistische Auftritte beim Kammermusikfest in Lockenhaus und beim "Jedermann" der Salzburger Festspiele in der Schauspielmusik von Werner Pirchner.